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KIEL - Die Verbände der LAGPSH und die Krankenkassen in Schleswig-Holstein haben sich auf neue Vergütungen für den Bereich der Häuslichen Krankenpflege (SGB V) geeinigt.
Die Vergütungsvereinbarung gilt für Leistungen ab dem 01. September 2018. Für Mitgliedsbetriebe aus Schleswig-Holstein sind die entsprechenden Vergütungsunterlagen im Downloadbereich abrufbar.

BERLIN - Mit Wirkung zum 01. Juli 2018 hat der DBfK wieder einmal sein Leistungsangebot für Unternehmer und Freiberufler verbessert. Der seit 2006 bestehende Vertrag zu den Beratungen und Schulungen wurde nun neu gestaltet. Wie bisher dürfen beim DBfK organisierte Pflegedienste und Freiberufler mit den erforderlichen Kompetenzen (siehe Dokument „Rahmenverträge des DBfK im Überblick“) die Leistungen durchführen. Darüber hinaus dürfen nun aber auch beim DBfK organisierte teilstationäre Einrichtungen die Leistungen anbieten. Unter bestimmten Voraussetzungen können ab sofort Pflegeberatungsunternehmen die Beratungen und Schulungen anbieten und abrechnen. 
Auch eine Erweiterung des Leistungsangebots mit speziellen Kursen oder Modulen, bspw. zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf, ist derzeit in Planung.
Zu guter Letzt wurde auch die Vergütung neu gestaltet. Mit einer Vergütungssteigerung von 10,95% über alle Bereiche konnte der DBfK für seine Mitglieder eine deutliche Verbesserung erwirken (siehe Dokument „Rahmenverträge des DBfK im Überblick“).
Für die Zukunft sind Neu- und Nachverhandlungen weiterer Verträge geplant. Nähere Informationen zu den Verträgen nach § 45 SGB XI, zu den nächsten Schulungen und zur Beitrittsmöglichkeit erhalten Sie bei Ihrem Regionalverband bzw. im Downloadbereich.

Ministerien und Kassen in Bayern wollen systematisch gegen Abrechnungsbetrug vorgehen / Dem Kodex für Pflegeunternehmer/innen verpflichtet

MÜNCHEN - Falsche Abrechnungen, Hygienemängel, nicht ausreichend qualifiziertes Personal: Laut Berichten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) rechnet mehr als ein Drittel der Pflegedienste seine Leistungen nicht ordnungsgemäß ab und verursacht damit alleine in Bayern Schäden in Millionenhöhe.

Jetzt wollen die Verantwortlichen im Freistaat handeln: Vertreter von Kranken- und Pflegekassen und der zuständigen Ministerien haben laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung nun Strategien beraten, wie sie „kriminellen Anbietern von Pflegeleistungen effizienter“ beikommen können. Unter anderem wird eine speziell auf die Pflege zugeschnittene „Schwerpunkt-Ermittlungsbehörde“ gefordert. Der DBfK begrüßt das konsequente Vorgehen gegen kriminelle Pflegedienste. „Bewusst falsch abzurechnen ist Betrug und muss bestraft werden.“, sagt Silvia Grauvogl, Referentin Ambulante Dienste des DBfK Südost e.V. Allerdings leiden Betreiber ambulanter Pflegedienste massiv darunter, dass ihre Branche in Verruf gerät und in der öffentlichen Diskussion scheinbar generell verdächtigt wird.

Der DBfK vertritt die Leistungserbringer der ambulanten und teilstationären Pflege und begleitet sie bei allen Fragen rund um ihren Pflegedienst, auch was Abrechnungsfragen anbelangt. Mit dem Kodex für Pflegeunternehmer/innen haben sie sich dazu verpflichtet, vertragskonform zu handeln: „Korrekte und transparente Abrechnungen unserer Leistungen sind für uns eine Selbstverständlichkeit“. Bei allen Fragen rund um die korrekte Abrechnung nutzen Betreiber ambulanter Dienste den Beratungsservice des DBfK oder besuchen DBfK-Fortbildungen zu aktuellen Themen wie „Doku ambulant – fit für gute Noten“, geänderte Qualitätsprüfrichtlinien (QPR), Abrechnungsprüfung – Vertragswesen – Begutachtungsinstrument oder Umstellung der Dokumentation auf das neue Strukturmodell „SIS“.

 

Gemeinsamer Bundesausschuss

BERLIN - Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) über eine Änderung der Häusliche-Krankenpflege-Richtlinie (HKP-Richtlinie): Medikamentengabe und verrichtungsbezogene krankheitsspezifische Pflegemaßnahmen vom 16. März 2017 ist durch Veröffentlichung im Bundesanzeiger zum 02. Juni 2016 in Kraft getreten.
Aufgrund der Änderungen des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) und der damit einhergehenden neuen Ausrichtung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs wurden die Absätze 4 und 6 des § 2 (verrichtungsbezogene krankheitsspezifische Pflegemaßnahmen) der HKP-Richtlinie aufgehoben.
In der Leistungsbeschreibung der HKP-Richtlinie wurden folgende Änderungen beschlossen:
- Nr. 26 - Medikamente: unterscheidet jetzt die Bereiche Richten von ärztlich verordneten Medikamenten und Verabreichen von ärztlich verordneten Medikamenten.
- Nr. 29 - Trachealkanüle: Die Bemerkungen wurde wie folgt ergänzt: "Der Wechsel der Trachealkanüle umfasst auch den Wechsel einer Sprechkanüle gegen eine Dauerkanüle und umgekehrt. siehe Absaugen (Nr. 6)."
Der aktuell in Kraft getretene Beschluss ist auf den Internetseiten des G-BA abrufbar.
Update: Die überarbeitete HKP-Richtinie ist im Downloadbereich von www.dbfk-unternehmer.de.